Laut einer Studie der IFH Köln führen Globalisierung, Digitalisierung und Personalisierung zu tiefgreifenden Reformen in der Handelslandschaft.
Bei der Globalisierung lässt sich von Amazon, der Nr. 1 am Markt, sehr viel lernen. Immerhin hat Amazon bereits 41 % Anteil am deutschen Onlinehandel und auch in Österreich sind über 50% Stammkunden registriert. Kundenfokussierte Geschäftsmodelle und exklusive Angebote über Apps werden in Zukunft noch bedeutender werden.
Die Digitalisierung hat das Konsumverhalten und die zukünftigen Erwartungen der Kunden massiv verändert. Das Smartphone ist allgegenwärtig. Bei Google gibt es bereits mehr Anfragen von Smartphones als über Desktop. Rund 50 % der Onlinekäufe werden bereits mit Smartphones getätigt, Tendenz steigend.
Die Personalisierung führt zur Inspirationssuche und verlangt authentische Beratung. Das Angebot wird zielgruppenspezifisch eingeschränkt und über Social Media und Blogs beworben. 2/3 der jüngeren Smartphonebenutzer liest Blogs und vertraut Empfehlungen.
Für den Direktvertrieb ergeben sich daraus weitere wachstumssteigernde Chancen: Als Empfehlungsmarketing trifft er genau den Zeitgeist und persönliche Ansprache und individuelle Beratung auf mehreren Kanälen sind Wesensmerkmale des Direktvertriebs. Damit ist dem Direktvertrieb auch in Europa und Österreich in den nächsten Jahren weiteres Wachstum vorhersagbar.
Die aktuellen Zahlen des Direktvertriebs 2015 (im Vergleich dazu 2012) belegen die positive Entwicklung:
Weltweit: Umsatz: 184 Mrd. USD (167 Mrd USD) - 103 Mill. Direktberater (90 Mill.)
Europa: Umsatz: 35 Mrd. USD (20 Mrd. USD) - 15 Mill. Direktberater (11 Mill.)
In Österreich erzielen über 13.000 Direktberater einen Umsatz von 330 Millionen Euro.
Auch hierzulande hält der Trend zur Selbstständigkeit an: 66% der Bevölkerung ist der Selbstständigkeit gegenüber positiv eingestellt und 29% wären bereit, sich selbstständig zu machen. 50.000 Neugründungen im EPU-Bereich in den letzten 4 Jahren belegen das auch zahlenmäßig.
Ihr Peter